Dienstag, 9. September 2008

6. und 7.09.08

Als wir am Morgen die Äuglein aufschlugen, befanden wir uns schon im riesigen Industriehafen von Constanza. So ließen wir das letzte Mal unser Boot zu Wasser und verabschiedeten uns von unserem Frachter-Kapitänskollegen. Der Weg aus dem Hafen nahm dann doch noch einige Zeit in Anspruch, und wir erreichten nach 3 Stunden Fahrt auf offenem Meer unseren Zielhafen, das Ende unserer 46 Tage dauernden Reise.

Im Yachtclub konnten wir dann auch, gegen alle Erwartungen, recht schnell unser Kanu verkaufen.

Die Suche nach einem günstigen Hotelzimmer verlief dafür umso enttäuschender, es kosteten alle Doppelzimmer ab 62 Euro pro Nacht. Doch was wäre dies für ein Survivalurlaub!!
Und so quartierten wir uns einfach bei einem Taxifahrer zuhause ein. Witzig und relativ günstig für uns, ein gutes Geschäft für ihn.
An den Strand lautete jetzt die Devise. Und wenn wir bisher geglaubt haben, unser Kanu das letzte Mal gesehen zu haben, so wurde uns vom Schicksal eine weitere Lektion erteilt.
Denn als wir den Strand erblickten, sahen wir schon die neuen Besitzer damit vor ihren Yachten herumpaddeln. Und das mit Paddeltechniken, die unser altes Seefahrerherz bluten ließen!
Der Strand entschädigte uns großzügig für das bisher eher trübe Rumänien und so durften wir uns nicht nur am Anblick des herrlichen Meeres erfreuen.
Nach leckerem Fast Food bei unserer Fast Food- Lady gings dann auf Discosuche. Wir wurden fündig und wachten am nächsten Morgen mit riesigen Sombrerohüten vor unserem Bett auf 

Den heutigen Tag verbrachten wir, von einer kurzen Stadttour abgesehen, am Strand.
Den Abend in der dazugehörigen Strandbar, die aufgrund des Saisonendes das letzte Mal geöffnet hatte.
Morgen brechen wir dann auf Richtung Heimat. Und zwar zuerst mit dem Bus nach Bukarest und dort sehen wir dann weiter.

CPT Barfuss

6.7.9

4. und 5.09.08

Gestern haben wir wieder einmal unsere 60 km abgestrampelt und sind bis km 312 gekommen. Außer ein paar Schiffen der TTS Line, die bis jetzt ständige Begleiter auf unserer Tour waren, ist uns dabei nichts Besonderes untergekommen. Dafür wartet der heutige Tag mit ein paar Überraschungen auf:

Haben uns nämlich auf Donaukanal-Erkundung begeben, auf dass wir das fade Delta mit der Survival-Stadt Constanza austauschen können. Der Kanal hat sowohl am Beginn als auch am Ende eine Schleuse und unsere Erkundung hat gezeigt, dass Umtragen diesmal wirklich unmöglich ist. Sind daher kurzerhand zum nächsten auf Schleusung wartenden Schlepper gepaddelt und haben ihn gefragt, ob wir mit ihm in die Schleuse dürfen. Nach einer kurzen Diskussion über Funk mit den Schleusenbewohnern wurde uns mitgeteilt, dass im Kanal keine Sportboote erlaubt sind.
Alles andere als topmotiviert haben wir dann unseren Mittags-Dosenfisch runtergewürgt und sind dann notgedrungener weise doch wieder gen Delta aufgebrochen. Und das für ungefähr 2 km. Dann hat uns der nächste Schlepperkapitän abgefangen und gemeint, er würde uns gratis den Donaukanal runter bis nach Constanza bringen. Das Schwarze Meer vor Augen haben wir dann das großzügige Angebot auch schwer ausschlagen können. Und so sitzen wir jetzt in einer Kajüte und harren der Dinge, die morgen, wenn wir das Schwarze Meer per Nachtfracht erreicht haben, auf uns lauern.

Mfg
CPT Heimweh

4.5.9

2. und 3.09.08

Nachdem wir es uns in Ruse wieder ordentlich gut gehen ließen, sind wir gestern selbstverständlich wieder einmal topmotiviert gestartet 
Und trotz ungünstiger Winde haben wir es bis heute Abend die 120 km nach Silistra geschafft.
So rüsten wir uns nun mit den nötigen Lebensmitteln für den Endspurt und vertschechern die letzten LEV. Morgen verlassen wir endgültig Bulgarien. Das Land, das zwar nicht mit der Gastfreundlichkeit der Serben mithalten konnte, uns aber dennoch in guter Erinnerung bleiben wird. Und das nicht nur wegen des äußerst günstigen Bieres 

CPT Barfuss

2.3.9

30., 31.08.08 und 1.09.08

Rekorde sind da um gebrochen zu werden! Sind gestern bei gutem Rückenwind losgesegelt und haben die ersten Paddelschläge – nachdem der Rückenwind zum Gegenwind wurde – erst am Nachmittag gemacht. Sind satte 87 km bis zur Marke 517 gekommen.

Heute warens dann aufgrund der sauberen Leistung der letzten Tage nur mehr 20 km bis Ruse. Haben uns hier im Ruse Elite Yachthafen bei Asterix ( alias Boyko) billigst einquartiert. Und das auch noch in einem stylischen Karate-Dojo. Die Dinge, die wir dann heute und beim morgigen Ruhetag gemacht haben, lassen sich in einer kurzen, aber präzisen Liste zusammenfassen:

-Internetcafe
-Essen
-Schlafen
-ca. 5 Kulturfotos
-ca. 20 Fotos vom Cpt Barfuss mit sehenswertem Hintergrund 
- geschlechterspezifischen Kulturvergleich (Hasenbeschau)

Mfg CPT Heimweh

30.31.8.1.9.

Sonntag, 31. August 2008

28. und 29.08.08

Nach einem Standard 64 km Tag sind wir gestern in der Naehe eines huebschen Badestrandes gelandet. Das Baden war eigentlich verboten, das Wasser dennoch herrlich :) An der dazugehoerigen Strandbar genossen wir unser 60-Cent Bier und waehrend CPT Heimweh sich dem taeglichen Survival SMS Terror hingab, knusperte ich meinen Fischsnack und lauschte dem Balkensound von Radio Vaselina.

Top motiviert gings dann heute frueh wieder los und erst nach 75 km lockte uns dann ein Sandstrand zum Fotoshooting. Neuer Streckenrekord!
Gesaettigt versuchen wir nun den Doppelliter Lav zu vernichten, den wir schon seit Novi Sad mit uns fuehren

CPT Barfuss

Notiz von CPT Heimweh:
Trotz heftiger Proteste bestand CPT Barfuss auf die Verwendung der Worte "Survival", "SMS" und "Terror" in einem Satz.

28.29.8

26. und 27.08.08

Gestern haben wir ein neues Crewmitglied erhalten. Ein kleiner, mehr oder weniger verwahrloster Fischersjunge half uns am Morgen beim Bootsputz und Gepaeckverladen und wurde daher in den Matrosenstatus befoerdert. Auszerdem ist die Donau ohne feige Hindernisse wie die Djerdaps wieder supi befahrbar und wir haben aus diesem Anlass gleich einen neuen Streckenrekord (73 km) aufgestellt.
Habens bis Vidin geschafft und erfolgreich auf die bulgarische Seite gewechselt.

Heute sind wir aufgrund eines Einkaufsbummels und Eispause erst so gegen 12:00 Uhr gestartet. Trotzdem war die TID-konforme Etappe von 47 km bis Lom kein Problem fuer uns.
Unser Lager haben wir in einem Park aufgeschlagen und von einer Fischerin sind wir fuerstlich mit Brennholz und Kaffee plus Cola versorgt worden. Morgen gehts weiter gen Osten.

CPT Heimweh

25.26.8

24. und 25.08.08

Es ging schon sehr frueh los, da es ja gute 2 km waren, die es zu umtragen galt. Scheinbar fielen wir mit dem Boot auf den Schultern den Grenzposten des Eisernen Tores 1 (der einzige Grenzuebergang zw. Rumaenien und Serbien) auf. Wir wurden innerhalb von 20 Metern gleich 2 mal aufgehalten und genauestens kontrolliert. Sie konnten nicht verstehen, dass wir nicht das Auto nehmen, wenn wir doch ans Schwarze Meer wollen. Nach gut 3 h umtragen seilten wir uns und das Boot wieder in die Donau ab, setzten Segel und machten zuerst ein paar flotte Kilometer. Schlussendlich zwang uns jedoch heftigster Gegenwind und die schoensten Wellen nach nur gut 30 km in Serbien an Land. Und so lieszen wir uns noch einmal ein leckeres Jelen Pivo bei den freundlichen Serben schmecken.

Der naechste Morgen verlief wieder windfrei und so gelang es uns trotz einer weiteren Polizeikontrolle (die sicher nur rein zufaellig mitten im Nichts wartete :) noch am selben Abend Djerdap 2 zu erreichen. Nachdem wir den naechsten Sicherheitsbeamten davon ueberzeugten, dass wir eh nicht illegal unterwegs sind, umtrugen wir das letzte Kraftwerk leider etwas zu groszzuegig. Einen Kilometer spaeter legten wir um 20:irgendwas aufgrund der einbrechenden Nacht schon wieder an und blicken nun gespannt einer barrierefreien Weiterfahrt entgegen!

CPT Barfuss

24.25.8

22. und 23.08.08

Nachdem wir herzlichst von der alten Kuhhirtin, die uns leider nicht mit Milch versorgt hat, verabschiedet wurden, gings auch schon top motiviert und gestylt los - fuer die ersten 1,5 km. Dann kamen wir naemlich aus dem Schatten des Huegels, der uns vor dem grausigsten aller Winde, dem Ostwind, schuetzte. Wir kaempften zaeh um jeden Meter und machten nur an der 1.000 km Marke halt (wenn man von den Essens- und Pipi-Pausen absieht :)
Wir schafften leider nur 46 km, wendeten dafuer aber extremst viel Zeit auf (Djerdap sei Dank). Als Belohnung gabs dann eine Gedenk-Naechtigung in der Veterani-Hoehle.

Heute gings dann flott an lustigen Steingesichtern und Roemertafeln vorbei bis nach Djerdap. Die erste Wache verwies uns in "freundlichstem" Rumaenisch 14 km zurueck nach Orsova. Planlos dahintreibend explodierte dann auch noch der naechste Fischer neben uns. Er war mit der Angelschnur in die Stromleitung der Eisenbahn gekommen - kein schoener Anblick. (Er hat beim Abtransport aber immerhin noch gelebt)
Nachdem wir dann noch ungefaehr 17 weitere Djerdapbedienstete gefragt haben, war klar, dass wir umtragen muessen. Haben das allerdings auf morgen verschoben, da es schon dunkel wird. Hoffentlich wirds bei Djerdap 2 einfacher!

CPT Heimweh

22. 23.8

20. und 21.08.08

Unsere heisz gliebte Fahne ist uns gestern in der stuermischen See leider abhanden gekommen. Auch der sofort eingeleitete Rettungsversuch blieb erfolglos. Dies war der Tiefpunkt des gestrigen Tagen, an dem wir uns mit hohen Wellen und unguenstigen Winden herumplagten. Voellig erschoepft gingen wir nach nicht einmal 50 km am Abend an Land. Da an eine Weiterreise ohne Oesterreich-Flagge nicht zu denken war, schneiderten wir uns muehevoll eine zusammen.

Mit neuer Befahnung, guenstigen Winden und bester Motivation verlief der heutige Tag problemlos. Gegen Mittag beschlossen wir spontan in Rumaenien einzureisen und sind nun wieder ganz legal in einem Land. Wir waren also so quasi nie wirklich in Serbien! :)

Eine rumaenische Kuhhirtin wollte laut CPT Heimwehs Gebaerdenuebersetzung auf unser Zelt aufpassen waehrend wir im Ort einkaufen sind. Als wir wiederkamen war unser Zelt zwar noch da, die Dame allerdings verschwunden ...
Nach meiner Theorie muesste sie uns allerdings mit frischer Milch versorgen ... abwarten :)

Ah ja! Wir sind nun schon einen ganzen Monat unterwegs, haben heute eine Zeitzone ueberschritten und so quasi 1/24 der gesamten Erde umrundet!!

CPT Barfuss

20. und 21.8

18. und 19.08.08

Gestern war Ruhetag. Und nachdem wir ja durchaus kulturbegeistert sind, hat Dan fuer uns ein hardcore Sightseeing-Programm zusammengestellt. Wir machten also kurz ein paar Fotos von der Stadt und verbrachten dann den Nachmittag in der Lieblingsbar von Dan.
Vom harten Kulturprogramm geschlaucht, haben wir den Tag dann noch mit gemuetlichen organisatorischen Dingen (Blog, usw.) ausklingen lassen.

Heute sind wir dann nach einer herzlichen Verabschiedung von Dan & Co erst so gegen 11:30 Uhr gestartet. Nichts desto trotz haben wir gute 52 km bis Smedervo/Jugovo zurueckgelegt. Wir stehen damit jetzt bei km 1121 und haben gut 200 km Staustrecke bis Djerdap 1 vor uns. Mal sehen was fuer Geschwindigkeitsrekorde sich da machen lassen :)

Mfg

CPT Heimweh

190808

17.08.08

Nachtrag zu gestern: Die Sonnenuntergangsfotos hat sich CPT Heimweh zum Geburtstag gewuenscht! Haette da sonst nicht mitgemacht :)

Am fruehen Morgen hat uns ein Rudel Schweine geweckt. Durch diesen Snack gestaerkt gings dann auch schon zuegig los. Nach nur 10 km wurden wir durch die ersten serbischen Kanuten, die wir bisher sahen, zum 2. Fruehstueck eingeladen. Beim Spritzer (so nennen die Serben einen Weisz-suesz alias Weisz-gschpritzt) holten wir uns dann die ersten wichtigen Belgrad-Tipps. Unser neuer bikender, rockender Freund Dan (fuer den die Kanufahrt zugleich die Flitterwoche war) lud uns sogleich ein, bei ihm zu naechtigen. Da wir ja nicht auf den Kopf gefallen sind, sagten wir natuerlich zu!

So setzten wir unsere Reise fort um Dan spaeter kurz vor Belgrad zu treffen. Nach wenigen km snackten wir wieder unsere Deutschen, die uns wieder einmal waehrend des Trinkens ueberholten.

Kurz vor Zemon (Vorort von Belgrad bei km 1178) trafen wir noch 2 Fischer. Sie lockten uns zuerst mit kaltem Wasser. Doch als wir an ihr Boot angedockt hatten, gabs dann doch Rakia :) Nach mehreren Glaesern trieben wir auch schon auf ihren Heimathafen zu, der zufaelligerweise auch unser Ziel war. So machten wir (teilweise schon etwas angetrunken) uns an seinem Boot fest, verstauten unser Gepaeck in seiner Kajuete und trafen nach einer kurzen, spannenden Mopedfahrt Dan wieder. Da sein Lieblingspub geschlossen hatte, schmiss er sogleich eine kleine Gartenparty fuer uns. Auf der wir uns wieder bis in die fruehen Morgenstunden mit kulturellem Austausch vergnuegten :)

CPT Barfuss

170808

16.08.08

Heute ist es soweit liebes Logbuch, heute ist CPT Heimweh wieder um ein Jahr aelter geworden. Nachdem wir das freudige Ereignis schon gestern ordentlich begossen haben, war der Start in den heutigen Tag etwas zaeh. Um halb zwoelf haben wirs dann doch noch geschafft. Nach dem Auschecken aus unserem pipifeinen Apartment, einer kurzen Einkaufstour und einem koestlichen Geburtstags-Fischschmaus sind wir top motiviert ins Kanu gehuepft und haben losgelegt. Schon nach gut einem km haben wir die 4er Gruppe Deutsche, die wir gestern ueber die Linzer kennengelernt haben, eingeholt und so derbst versaugt, dass mehr als apatisches Winken ihrerseits nicht drinnen war. Weitere 500 m spaeter lockten uns dann ein paar Einheimische mit Fischsuppe an Land. Nach Fischschmaus Teil zwo sind wir dann doch noch brav weitergepaddelt und haben die Deutschen bei der Gelegenheit gleich ein zweites Mal alt aussehen lassen.

Wir sind schlussendlich bis km 1221 gekommen und haben in der Wildnis unser Lager aufgeschlagen.

CPT Heimweh

160808

15.08.08

Halbzeit!!! Wir haben nun die Haelfte unserer Tour zurueckgelegt (Es fehlen nur noch 1258 km)!

Am Morgen sind wir zeitig gestartet und nach nur 10 km haben wir ein hoelzernes, schwimmendes Gefaehrt eingeholt. Durch ein oesterreichisches "Griass eich" angelockt, haben wir uns dann auch naeher hingetraut. Wie sich herausstellte, handelte es sich um 2 Studenten, die von Linz aus Richtung Balkan gestartet sind. Diesmal schlugen wir die Einladung auf einen Kaffee nicht ab und gingen prompt an Bord. Beim Jassen erfuhren wir auch, dass wir den Zoll auf serbischer Seite versaeumt haben und wir uns so quasi illegal in Serbien aufhalten. Aber pssst! Gott sei Dank ist das den Polizisten, die uns bisher kontrolliert haben, auch nicht aufgefallen :) Nach einigen Stunden, Bier und Nudeln haben wir uns voruebergehend von unseren Linzern verabschiedet um in Novi Sad unseren Campingplatz zu suchen. An dieser Stelle moechte ich der NATO danken, die diesen weggebombt hat, und unserem Donaufuehrer, der dies immer noch nicht behirnt hat!!!

Untergekommen sind wir dennoch in einem Apartment. Wir werden uns demnaechst auf den Weg Richtung City machen und die Korken knallen lassen. CPT Heimweh hat ja morgen Geburtstag!

CPT Barfuss

150808

Montag, 18. August 2008

14.08.08

Liebes Logbuch!

Heute sind wir, fleiszig wie wir sind, 67 km bis nach Backa Palanka gepaddelt. Bei Backo Novo Selo war sogar noch ein kurzer Landgang (ins Strandbad) mit Hasenbeschau drin. Als Preis dafuer mussten wir allerdings als Wasserfang fuer einen frechen 5-jaehrigen samt Jetski herhalten.
Am Abend sind wir trotz fehlender Sprachkenntnisse (beiderseits) dann doch noch zu unserem Burger und Bier gekommen. Yupee! Mfg

CPT Heimweh

140808

13.08.08

Schon in der Frueh trafen wir unsere ersten Serben. Einen Fischer der perfektes Englisch sprach. Nachdem wir mit ihm die neuesten Infos ausgetauscht haben, gings auch schon zuegig los. An der bruetenden Hitze gelang es uns dennoch 64 km zurueckzulegen. Und das mit nur 2 Mann Paddelstaerke!
Im serbischen Bogojevo (km 1366) angekommen, machte sich CPT Heimweh auf den Weg Richtung Wechselstube und "Supermarkt". Es dauerte keine 10 min bis mich eine serbische Polizeikontrolle beim Zelt besuchte. Nach kurzer Passkontrolle machten sie mich freundlich darauf aufmerksam, dass die Kroatien-Flagge unseres Flaggentrippels hier nicht gern gesehen wird. Und mit Aussicht auf Pruegel montierte ich sie schnell auch ebenso freundlich ab.
Nach dem taeglichen Wasch-Bad gings ganz nobel in das Dorfrestaurant. Zum Essen gibts leider nichts und unser Barkeeper ist auch schon seit einer halben Stunde mit 3 Bier und einem Boot verschwunden. Aber was solls (TIS - This is Serbia :) Prost.

CPT Barfuss

130808

12.08.08

Heute war der grosze Tag des Abschieds! Zuerst mussten wir uns von CPT Meilenweit in Mohacs verabschieden, weil er intelligenterweise nur den Personalausweis dabei hatte und nicht mutig genug war, damit in ein Drittland ueber die waessrige gruene Grenze einzureisen ;) .
Und dann mussten wir uns noch von den Ungarn verabschieden. Das war aber eher lustig, weil wir schon kurz nach dem Besuch der Zollstation steckbrieflich gesucht wurden (der Zoellner hat unser Boot nicht gefunden und eine Groszfahndung ausgeloest).
Nachdem wir das ganze geklaert hatten (es gibt jetzt zwei Polizeiboote weniger in Ungarn ;) gings froehlich weiter nach Serbien (linkes Ufer) / Kroatien (rechtes Ufer). Sind bis km 1430 gekommen und haben in der mueckenverseuchten Wildnis geschlafen. Das macht insgesamt ca. 55 km, was aufgrund der 2 h Verzoegerung an der Grenze eh supi ist.

CPT Heimweh

120808

11.08.08

Obwohl wir gestern mit unseren ungarischen Campingkollegen mit dem veralteten Opelrennanzug ordentlihc Rotwein aus einer Doppelliter-Plastikflasche getschechert haben, gings in der Frueh zeitig los. Da sich unsere Reise aufgrund von Einkaeufen und einer interessanten Ameisenstrasze, die CPT Meilenweit und CPT Heimweh entdeckt haben, verzoegerte, gelang es uns heute nur 52 Flusskilometer zu meistern.
Unseren letzten Abend in Ungarn werden wir nun mit einer Flasche Bier, etwas Grillgut und feinstem Ungarn-Radio-Sound verbringen.

Ungarn, du siehst mich wieder!

CPT Barfuss

110808

10.08.08

Zervus Logbuch!

Ich werd dich jetzt gleich mal mit den technischen Details der heutigen Etappe langweilen:

- Wetter: strahlender Sonnenschein den ganzen Tag
- Zeit: Start um 09:10 Uhr; Ende um 16:30 Uhr = 7 h 20 min
- Strecke: bis kurz vor Paks (km 1533) mit 61 km
- Durchschnittsgeschw.: 8 - 9 km/h

Was ist sonst noch so passiert? hmm. Heute war wohl nicht CPT Barfusses Tag. Nach den ersten 10 min Fahrt in der Frueh ist er draufgekommen, dass er seine Survival-Gabel beim Lagerplatz vergessen hatte und wir mussten schneidig zurueckpaddeln. Und dann wurde er auch noch boesartig von den anderen beiden CPTs gemobbt, indem sie im Woerterketten-bilden-Spiel so gaengige Begriffe wie die "Flussstadt" oder gar das allseits bekannte "Siegerhauptquartier" nicht gelten lassen wollten ;)

Ansonsten alles gut verlaufen.

CPT Heimweh

100808

09.08.08

Hallo Logbuch,

nachdem ich 3 Stunden mit Bus-HEV-Bus durch Budapest gekurvt bin, habe ich doch noch zu meinen Captains zurueckgefunden. So sind wir dann um 10 Uhr gestartet und haben uns in die Fluten mitten durch die City gestuerzt. Vorbei an riesengroszen Passagier- und Gueterschiffen, durch unter der Margat Hid, vorbei am Parlament und vom wunderschoenen Budapest mit Blick in den Rueckspiegel Abschied nehmend.

Die 60 km Etappe war abwechselnd gepraegt von praller Sonne und heftigem Regen, da hiesz es im Halbstunden-Takt Regenkleidung an, T-Shirt aus ...
Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen haben, tauchte ein Fischer, der sich uns durch Schlangenhgausen unbemerkt angenaehert hatte, auf und schmiegte sich mit seinem Minizelt an uns. Gefangen hat er wie seine anderen Kollegen natuerlich nichts. Der einzig erfolgreiche Fischer an der Donau bleibt vermutlich CPT Heimweh, der die Fischl mit bloszen Haenden an Land zieht.

CPT Meilenweit

090808

Freitag, 8. August 2008

08.08.08

Guten Morgen liebes Logbuch!

Gestern haben wir nach einer Standard 45 km Etappe endlich Budapest erreicht! Nachdem wir die Republik verlassen haben, ist heute nun unser 1. Ruhetag (der 2. insgesamt) im Kaiserreich.
Die Stadt ist wirklich sehr schoen und der/die/das "Froetsch" auch aeußerst lecker :) Wenngleich es auch starke Preisschwankungen zw. Zentrum und 2 - 3 Blocks peripherer gibt. Die Unterkunft habe ich mit CPT Heimweh etwas noerdlich der Stadt in einem Ruderheim bezogen, das uns aber eher an ein Hardcore Trainingslager erinnert! Es genuegt nicht, dass nur Kanten herumrennen, nein, schon heute frueh als ich mich zur Dusche schleppte, sah ich die Maedels zu flottem Girlie-Pop Gewichte stemmen. Da kommen wir uns vor wie die groeßten Schmuftler.
Ansonsten steht heute nach dem Waesche waschen noch eine weitere Stadtbesichtigung an und etwas entspannen! Vielleicht treffen wir heute sogar noch CPT Meilenweit wieder (der in der City naechtigt)!
Ach ja, heute ist der 8.8.08! Wer will mich heiraten? Muesste allerdings etwas spaeter sein :)

Euer CPT Barfuss

080808

06.08.08

Heute haben wir es schneidigerweise wieder einmal geschafft um 09:00 Uhr im Boot zu sitzen und los zu fahren. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und zwar den ganzen Tag (hab mir bei der Gelegenheit auch gleich einen Sonnenbrand geholt :) .
Waehrend der Fahrt ist uns bis auf ein Boot aus dem Heimatland nichts besonderes untergekommen. Seit gestern sehen wir auch andere Kanuten immer oefter. Die Ungarn paddeln anscheinend ganz gerne.
Habens heute bis kurz nach Szob (km 1705) geschafft und ausgezeichnete 60 km zurueckgelegt.

Mfg

CPT Heimweh

Ps (CPT Heimweh): CPT Barfuss hat erneut herbe Niederlagen sowohl in 4-gewinnt als auch in Schach gegen den souveraen ueberlegenen CPT Heimweh einstecken muessen. Der Titel "Champ" rueckt damit fuer ihn in weiter ferne. *g*

Pps (CPT Barfuss): Einen knappen, schwer erkaempften Sieg duerfte wohl kaum einen souveraen ueberlegenen CPT Heimweh ausmechen! Weitere Spiele folgen.

06.08.08

05.08.08

Der heutige Tag begann regnerisch und kuehl. Nach einer ruhigen Nacht auf einem Lagerplatz mitten in der Wildnis ca. 10 km von Dunamerete, dem Ort wo ich schlussendlich doch noch gefunden wurde, entfernt.
Die Bedingungen wurden waehrend des Tagesverlaufs immer besser und wir sind zuegig vorangekommen. So haben wir um ca. 14:00 Uhr schon unser Tagesziel von 50 km erreicht, und machten uns auf Nahrungssuche.
Das Angebot zweier aelterer Damen, die uns gegen ein paar Forint etwas Nahrung abtreten wollten, mussten wir leider ausschlagen, da sie die Waehrung Euro nicht kannten und Mastercard uns leider auch keine Hilfe war. So setzten wir unsere Reise ins naechst groeßere Dorf (Komarom) fort, wo CPT Barfuss und ich nach kurzer Suche Bankomat und Spar auf einem Fleck entdeckten. Wir schlugen unser Lager an einem herrlichen Stueck Ufer auf, goennten unseren Koerpern ein Bad in der Donau und machten Feuer. Das Abendessen war bis auf den etwas zu gummigen Gummiadler (Hendlhaxn) und den ueberdrueber versalzenen Reis verzueglich.
Jetzt noch etwas Sonnenuntergang, Bier und chillen und dann gute Nacht.

CPT Meilenweit

05.08.08

04.08.08

Früh am morgen stieß wieder CPT Heimweh aus seinem verlaengerten Ruhetag zu uns. Und schon kurz darauf verließ uns CPT Paddelmohr und trat seine Fahrt Richtung Heimat an.

Grüß uns die Liebsten, denn wir werden sie wohl laenger nicht mehr sehen!

Da sich CPT Meilenweits Ankunft um einige Stunden verzoegerte, setzten wir unsere Reise zu zweit fort, um ihn dann spaeter unterwegs aufzulesen. Die Fahrt erwies sich aufgrund eines Stausees, heftigen Gegenwinds und 2 Umtragungen als aeußerst muehsam. Gegen Nachmittag erreichten wir dennoch den vermeintlichen Treffpunkt mit CPT Meilenweit. Nach einer Stunde des Wartens und Suchens wurde uns klar, dass sich ein Fehler (danke an CPT Paddelmohr fuer dieses Abschiedsgeschenk ;-) in die Kilometerangabe fuer den Treffpunkt geschlichen hat. Und so setzten wir die Fahrt trotz beginnenden Gewitters fort um den naechsten Treffpunkt 10 km weiter zu erreichen.
Doch als alte Seebaeren waren wir uns mit CPT Meilenweit etwas uneinig ueber die Definition der Begriffe "Hafen", "Bruecke ueber die Donau", "Haus" oder etwa gar "sichtbar an der Donau warten". Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir aufgrund der fehlenden Kilometrierung ueber unser Ziel hinausfuhren. Nach langem Suchen gelang es uns dennoch den verlorenen CPT einzusammeln, der es sich inzwischen in einem Stadel bei irgendwelchen deutschen Hippies bequem gemacht hatte.

So setzten wir unsere Reise zu dritt fort, bis uns die hereinbrechende Nacht nach insgesamt 45 km zu Anker zwang.

CPT Barfuss

04.08.08

Mittwoch, 6. August 2008

04.08.08

abschied!
am morgen kam endlich cpt. heimweh zurück und wir konnten unsere hungrige mägen mit einem frühstück auffüllen. anschließend wurde gepackt und ich musste leider abschied nehmen von der tour. so gegen 10.30 verließ ich das lager und irrte ca. 2,1/4 h durch bratislava, ehe ich den bahnhof fand. am wiener südbahnhof war dann cpt.-mützen-übergabe an cpt. meilenweit, der nun statt meiner wenigkeit mitpaddelt.

cpt paddelmohr

03.08.08

in den frühen morgenstunden (wien schläft noch) gings los zum bootshaus. dort machten wir in rekordzeit alles fertig zum start, da wir unbedingt um 0900 bei der schleuse sein sollten. mit 10 minuten verspätung kamen wir auch dort an und wir wurden in den donaukanal hinunter geschleust. Schon nach wenigen metern durfte victor kompüs die harte welt der seemänner kennenlernen. anschließend padddelten wir mitten durch wien durch bis wir nach 17 km wieder die donau erreichten. bei guter strömung und ohne wind gins dann über einige kleine schwellen nach hainburg, wo wir unser wohlverdientes mittagsmahl einnahmen. 10 km später erreichten wir bratislava unsere endstation. dort paddelten wir noch bis km 65,irgendwas und hatten damit unsere erste etappe über 70km hingelegt. an einem idyllischen platz legten wir am nachmittag an und nahmen ein peeling-bad in der donau. da victor kombüs am montag wieder arbeiten musste reiste er vorzeitig ab. so mussten cpt barfuss und ich alleine wache schieben für die illegalen angler, da an unserem platz ein fettes angeln-verboten-schild hing. nach einigen 4 gewinnt und 2 partien schach verabschiedeten wir uns in die wohlverdiente nachtruhe, welche andauernd durch eine maus, welche sich unter dem zelt verirrt hatte unterbrochen wurde.

cpt paddelmohr

03.08.08

02.08.08

Was sonst noch so passierte in Wien:
Da wir (CPT. Barfuss, Victor Kombüs und ich) vom riesenhunger aufgeweckt wurden, wankten wir zuerst Richtung Schnitzelhaus, wo wir frühstückten. Anschließend musst CPT. Barfuss ersatz für seine vergessene Badehose suchen und fand einen guten Ersatz im Hervis. Nachdem unser Wien-Führer Victor Kombüs uns die beste Eisdiele Wiens zeigte zog es uns in die Strandbar Hermann. Einige Weiß-sauer und Biere später begann die HappyHour der Cocktailbar. Sodann schlürften wir einige köstlich Drinks! Am Abend besuchten wir die beste Pizzeria Wiens (beim Haus des Meeres - die haben auch Mohrenbräu!), wo wir auch CPT. Heimweh und Freundin traffen, und da Victor Kombüs so herumjammerte, dass er auch mit dem Kanu mitfahren möchte, entschloss sich CPT. Heimweh zu einem weiteren ruhetag zugunsten von Victor Kombüs und zu Lasten von seinen CPT.-Kollegen. nach dem abrundenen Grappa gings dann ins Bett, da am nächsten Tag ja eine ordentliche Etappe vor uns lag.

CPT. Paddelmohr

Sonntag, 3. August 2008

01.08.08

Heute war Ruhetag in Wien. Beim Fortgehen haben wir leider die ersten Verluste beklagen müssen (siehe Fotos ;).

CPT Heimweh

http://picasaweb.google.com/fussiflolukiemi/1808#

Freitag, 1. August 2008

1.08.08

erster augusttag: heiss und (gegen-)windig!
um 9:15 uhr in tulln gestartet haben wir es heute bis 14:00 nach wien geschafft. leider nur 30 km- schlechter schnitt! ein kräftiger gegenwind versuchte uns abzubremsen und die (halb)meter hohen wellen versuchten uns einzuschüchtern. ohne erfolg! wir paddelten durch bis wien, wo uns cpt kombüs schon sehnsüchtigst erwartete. an der reperaturstelle rv donauhort reparierten wir zuerst unserer boot, anschliessend besichtigten wir noch unsere erste schleusse und dann olte uns cpt kombüs ab und brachte uns zu seiner kajüte. dann waschtag und landgang.
morgen ruhentag!

cpt paddelmohr

ps: ich bin schachchamp!

1.8.

31.07.08

gestern trafen wir unsere größten fan wieder: den papa einer 4 köpfigen radlerfamilie, die uns seit 3-4 tagen auf unserer route begleitet. er macht bei jeder glegenheit fotos von uns, müsste also schon so ca. 10 verschiedene haben :) der rest der familie besteht aus einer hübschen tochter, einer wachsamen mutter und einem kind. bin gespannt, ob wir die bande demnöchst mal wiedersehen. ich werde versuchen, auch mal ein foto von ihnen zu machen =)

nun zum heutigen tag: wir haben es das erste mal geschafft vor neun. zügig gings durch die wachau und so gelang es uns am späten abend nachmittag nach stolzen 63 km beim alpenverein tulln anzulegen! wir nächtigen nunschon das 3. mal in folge in einem campingplatz mit sanitäreinrichtung ja ich weiss, meine mannschaft und ich sind in letzter zeit sehr porzellan-verwöhnt. ich vermisse das "schätze-vergraben" in der früh, das "nackt-duschen-mit-stirnlampe" und so vieles mehr! aber das wird sich in kurzer zeit schon ändern: dazwischen liegt nur noch wien.

cpt barfuss

31.7

30.07.08

"Kackau"! an was erinnert dich das liebes Logbuch? Mein erster Gedanke war zumindest nicht, dass es ein köstliches Milchgetränk ist. Die genau Schreibweise müssen wir auf alle Fälle noch klären. Aber jetzt zur heutigen Etappe. Wir haben es bis Aggsbach-Markt geschafft. Und zwar auf einem TID Campingplatz. Während der Strecke sind wir an den Rand eines Gewitters gekommen und es hat uns dementsprechen eingeregnet. Am Abend hat dann unser Champ in 4 Gewinnt seinen Titel verloren, nachdem er es nur auf ein unentschieden gebracht hat. Der neue Titelträger muss allerdings noch ermittelt werden. Soweit so gut ...

CPT Heimweh

30.7

29.7.08

heute haben wir es geschafft: start um 9:00 uhr und frei nach fussi motto, wer früher startet macht mehr km, gings los. 2 KWS wurden umtragen - und bevor ichs noch vergesse: Jackson brachte und in Linz eine Kraftreiche supergute Jause -. Nach dem zweiten KW siedelten wir für 4 km in den FKK Altarm. Jede Menge nackte welche uns von ihren Superbooten teils skeptische teil freundlich Blicke zuwarfen. Anschließend wollte CPT Barfuss halt machen - wir konnten ihn aber doch noch zur weiterfahrt überreden. Vorbei an hübschen Mädels - oben ohne - am Donaustrand, welche uns zum Kaffee eingeladen hätten, wenn unser Steuercpt hinübergesteuert hätte, gings zum zweiten Yachthafen nach Winkling, wo wir dann herzlich willkommen waren am Campingplatz. Als wiedergutmache für die jaunzerei wegen der 63km Etappe kochte uns unser CPT Barfuss ein paar gute Nudeln. Gegen späten Abend haben CPT Barfuss und ich noch ein paar Wassersportler besucht, die uns zuvor beim anlegen auf ein Bierchen eingeladen haben. Das Bier brachten wir dennoch selber mit. In der lustigen Runde wurden wir gleich auf den neuesten Amstettener Kellerwitzestand gebracht. Auch die sexgeschichten aus dem Seniorenheim waren recht interessant, wenn auch ein bisschen abbartig.

CPT Paddelmohr

29.7.

Montag, 28. Juli 2008

28.07.08

Heute klingelte es schon um 07:30 Uhr, los gings um 09:15 Uhr. Das ist eine Viertelstunde schneller als am Vortag. Nur! Bedarf weiterer Besserung. Ansonsten passierten wir die fantastische Schlögener Schlinge (nicht vergessen: Schlögener Schlingenwein herstellen ;) . Danach gings aufgrund der Staustufe etwas zäh voran. Mittagspause gabs auf dem Boot, und um 17:13 Uhr endete unsere Reise nach gemütlichen 48 km, etwas uneinstimmig (aufgrund unserer neuen eisernen Regel: "früher los = früher fertig" und nicht wie ich vermutet habe: "früher los = mehr km") kurz vor Linz, bei Ottensheim. Der Campingplatz ist aber deLuxe; Floh hat schon wieder Damenbesuch und wir feines Bier ;-)

Aja, bei 4 gewinnt bin i no (klarer) Champ!

CPT. Barfuss
28,7

27.07.08

Das erklärte Ziel war heute, dass wir bereits um 09:00 Uhr starten und deshalb etwas früher in den nächsten Hafen einlaufen können. Wir sind dann zwar auch brav so gegen 08:00 Uhr (wir haben neuerdings auch eine Uhr dabei) aufgestanden, haben aber trotzdem bis 10:00 Uhr gebraucht, bis wir losgestartet sind (daher morgen noch früher aufstehen :( ). Wir haben bei schönem Wetter den Inn hinter uns gelassen und sind jetzt bei Wesenufer (ca. 2195 km). Morgen gehts weiter Richtung Linz. Hoffentlich mit wenig Gegenwind und kurzem Rückstau ;-)

CPT. Heimweh

27.7

26.07.08

Am Morgen mussten wir zuzerst unsere Waschsachen trocknen. Da dies etwas länger als erwartet dauerte, paddelten wir erst um 13:00 Uhr, nach einem wunderbaren Döner von einem wunderbaren Mädel serviert, weiter. Nach ein, zwei, drei KW´s machten wir halt. Die Strecke war wunderbar. Imposant waren die vielen verschiedenen Vogelarten die unseren Weg begleiteten. Von Enten, Schwänen bis hin zu Flamingos war alles dabei. Nun verbringen wir unseren ersten Grillabend (mit unserem ersten Fang auf See - eine volle Bierdose) beim KW Schärding. Morgen freuen wir uns sehr auf die Donau, die nicht einmal mehr 20 km vor uns liegt.

26.7

25.07.08

Liebes Logbuch,

Heute (eigentlich gestern) war ein recht gemütlicher Tag. Aufgrund unserer nassen stinkenden Wäsche, wollten wir uns den halben Tag freinehmen und, na logisch, waschen. Nach dem frühen aufstehen sah es zuerst so aus, als ob uns das schlechte Wetter einen Strich durch die Rechnung macht. Kurz, es wurde dennoch schön und nach 30 km legten wir beim Kanuverein Braunau an, so etwa gegen 15:00 Uhr. Bei dessen Bootshaus (mit echtem Klo und Dusche!!). CPT. Heimwehs Bekanntschaft und Verwandtschaft ließ auch nicht lange auf sich warten. Zuerst speisen mit seinem Papi (diesmal ohne Reherl für mich ;), danach lecker Bierschen mti seiner Freundin, dafür ohne CPT. Paddelmohr, der aufgrund eines Sonnenstiches im Zelthafen vor Anker ging. Ganz besonders will ich auch noch die überaus hübsche Bedienung erwähnen!!! Aja: CPT. Heimweh nächtigte ganz nobel in einem Hotel! ... und Braunau ist wirklich hübsch!

CPT. Barfuss

25.7

24.07.08 - Abend

Liebes Logbuch, nachdem CPT. Paddelmohr und CPT. Barfuss das Wichtigste vergessen haben, muss ich hier mit einem kleinen Rückblick starten. Wir haben nämlich (es war der 2. Tag glaube ich) aus Versehen etwas zu früh angelegt. Aufgrund dieses lustigen Irrtums sind wir plötzlich mitten im Kasernengelände eines deutschen Pionierverbandes herumgeirrt. Gott sei Dank unbemerkt ;)

Sodala, was ist jetzt eigentlich heute passiert? Wir haben eine ziemlich harte Etappe (mehrere schwer passierbare Schwellen) gemeistert ohne dabei ein einziges Mal zu kentern. Das soll was heißen will ich meinen ;) Sind jetzt bei KW Neuötting und geregnet hats auch nicht.

CPT. Heimweh

24.07.08 - Morgen

Wo waren wir stehengeblieben? Ah ja: KW Teufelsbruck - dieses KW war wirklich dem Teufel geweiht. Zuerst wollten wir dort nächtigen, doch das Ufer war dem Inn sehr nahe, weshalb wir Angst um unsere Zelte hatten. So zogen wir weiter. Das ganze Gepäck musste über einen Steinhügel getragen werden - "Eltern haften für ihre Kinder" - und das Boot ebenso dort vorbei manövriert werden. Hier machte CPT Heimweh die Erfahrung mit dem kalten Inn. Alsdann wasserten wir ein - alles war schon im Boot, CPT Heimweh ließ die Seile laufen und dann überraschten uns die Wellen so sehr dass wir kenterten. Verlust: Sitzmatte. Schlussendlich schafften wir es dann doch und fuhren nach Gars - dort konnten wir nicht nächtigen da eine Bande bayrischer Krocher zu viel Lärm machte ("Bam oida, Fix oida"). So paddelten wir noch bis zum KW Gars. Ankunft kurz vor 21:00 Uhr. Heute erwartet uns unser erster Sommertag!

CPT. Paddelmohr

24.7

23.07.08

Erst der 3. Tag und schon ein Tag verpennt! Tut mir leid, dass wir gestern nicht berrichtet haben , aber wir waren alle ziemlich fertig.

Gestern: War im Ganzen ein ziemlich verregneter Tag. Wir mussten das Kanu beim ersten KW knapp 3 km umtragen, was wir mit Hilfe von Einkaufswagen erledigten. Das ganze verzögerte unsere Abahrt bis 11:30 Uhr. Danach ging es zügig voran. Wir paddelten tapfer bis in den Abend und campten bei einer Kläranlage.

Heute: Wiederum geweckt durch Regen. Dieser verzog sich aber im Laufe des Tages und wir hatten noch recht schöne Stunden. Gegen 15:00 Uhr (Start wieder recht spät, ca. 10:30?) machten wir unseren ersten Landgang: Wasserburg. Sehr hübsch: Doch hab ich gelernt, dass Reherl keine leckere Rehstücke sind, sondern einfach nur Pilze! Danach Weiterfahrt bis KW Teufelsbruck. Dessen Umtragung sich als recht problematisch erwies. Genaueres demnächst.

Gute Nacht

CPT. Barfuss

22.7

21.07.08

Liebes Logbuch!

Wir sitzen gerade in einer kleinen Weinlaube kurz vor Kirchbichl - km 230; ausgeschrieben sind das 65 km, die wir heute zurückgelegt haben. Und die nicht ohne Schwierigkeiten:

Nach 40 km (km 252) hörten wir ein dezentes Rauschen vor uns. Es tat sich der nasse Schlund des Todes vor uns auf (Eisenbahnbrücke gefolgt von gigantischer Schwelle). Das Wasser machte plötzlich ca. zwei Meter einen Satz nach unten, dem wir gekonnt folgten. Das Loch gut überstanden überfielen uns mannshohe Wellen. Wir hielten uns an die Ratschläge des Kanuhandbuchs: "Mitten durch die höchsten Wellen". Die Wellen waren anderer Meinung, und so ließen sie uns die Macht der Natur anhand von massivem Wassereintritt (ins Kanu) spüren.
Neptuns eiskalte Finger umfassten uns beim Sturz ins erbarmungslose Nass (wir kenterten). Da der nächste Brückenpfeiler nicht auf sich warten ließ machten dann doch auf den beschwerlichen Weg Richtung Ufer. Nach knapp einem Kilometer und großer Anstrengung gelang es uns kurz vor dem Brückenpfeiler dieses zu erreichen.

1 Wassersack, 1 Eimer und 1 Schwamm schafften es leider nicht. Sie werden uns aber im Herzen begleiten.Trotzdem verlief das Kentern sehr vorbildlich! (Urprofessionell)
Die restliche Fahrt verlief problemlos, mit leichtem Zittern.

Wetter: bewölkt, teils sonnig
Fahrtdauer: 10:00 - 16:00 Uhr (-1 h durch Kentern) = 5 h
Geschwindigkeite: 13 km/h
Aktueller Aufenthaltsort: KW Kirchbichl

CPT. Barfuss

21.7.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Der Regen...

... vermischt sich mit den tränen, die mein herz nicht mehr zurückhalten kann. die hoffnung, mein letzter halt, zerschmilzt wie köstliches erdbeereis in der mittagssonne... und dennoch:
wir machen heute party!
so lautete unser slogan für unsere halbfinalafterpartyembaldvorbeipartyundpartyohnegrundparty am 26.juni2008 im müllerkeller in ibk. durch die hervorragende bestofallesumeineneuroraushappyhour wurden die gäste und wir selbst so richtig in stimmung gebracht. cpt. meilenweit heizte den partypeoples so richtig ein und wir sorgten für abkühlung an der bar. gut 50 unserer besten freundinnen und freunde feierten trotz prüfungsstress, etc. mit uns unseren abschied an der käptänbar und ließen sich von uns verwöhnen.

wir danken euch für eure unterstützung!


Bootstransport Höchst - Innsbruck

Sonntag, 13. Juli 2008

Was bisher geschah

2225 Donaukilometer und 298 Innkilometer, das bedeutet:
wenn wir das Schwarze Meer noch in den Sommerferien erreichen wollen sind das jeden Tag knapp 40 Kilometer, die wir bei jeder Witterung zurücklegen müssen! Egal ob uns Schmerzen, Mücken oder Einheimische plagen :)
Doch an all das habe ich noch gar nicht gedacht, als mich Anfang des Jahres die Lust nach etwas Abenteuer packte.
Da dises Vorhaben theoretisch realisierbar war, brauchte ich nur noch eine Handvoll Matrosenkameraden um das Ganze auch in die Tat umsetzen zu können. Die Suche stellte sich doch etwas schwieriger als erwartet heraus, da nicht jeder willig/fähig war 70 Tage lang campen zu fahren. Von Anfang an mit dabei und schwer motiviert war Donaubruder Viktor 'Kombüs'. (der später aber leider aus arbeitstechnischen Gründen wieder abspringen musste)
Die weiteren Kapitäne sind Florian 'Heimweh' für die gesamte Strecke, sowie Lukas 'Paddelmohr' und Emanuel 'Meilenweit' für je 2 Wochen.

Das nächste grosse Problem war die Anschaffung eines geeigneten Canadiers, der genug Platz für gut 3 Kapitäne samt Gepäck bot, gleichzeitig aber noch leistbar war. Fündig wurden wir schliesslich im Internet und so mussten wir das Boot nur noch in einer abenteuerlichen Autofahrt von Deutschland heim nach Österreich, Vorarlberg bringen.
Nach kleineren Probefahrten, die uns auf dem Bodensee von Höchst aus gegen den Rhein bis nach Gaissau und sogar nach Lindau führten, sind wir alle schwer motiviert endlich im Inn "in See" zu stechen!

daniel barfuss